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Bauträgerwettbewerb für Großprojekt aspern Seestadt

aspern Seestadt stellt mit etwa 8.500 Wohnungen und einer Gesamtfläche von rund 240 Hektar nicht nur das größte städtebauliche Vorhaben Wiens dar, sondern ist auch eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Unlängst wurde der erste Bauträger-Wettbewerb ausgelobt. Die Bewertung und Auswahl der eingreichten Projekte ist für Juni vorgesehen. Die Fertigstellung ist für 2014/15 geplant.

Neben der Einrichtung attraktiver kommunikationsfördernder Gemeinschaftseinrichtungen, wie z.B. von Treffpunkten, Nachbarschaftsgärten etc., soll auch die Mitbestimmung der BewohnerInnen gefördert werden

„Beim Wohnen in der Seestadt ist soziale Nachhaltigkeit durch die Einbindung unterschiedlichster Wohnformen das oberste Entwicklungsprinzip. Zum Anforderungsprofil des ersten Bauträgerwettbewerbs für förderungswürdige Wohnbauprojekte zählt neben kostengünstigen Konditionen für die künftigen MieterInnen eine hohe Energieeffizienz der Projekte, eingebettet in das ökologische Gesamtkonzept der Seestadt“, erklärt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

Im Rahmen des Bauträgerwettbewerbs ist von den TeilnehmerInnen ein detailliertes Realisierungskonzept (Konzepte zur sozialen Nachhaltigkeit, Architektur, Ökologie und Ökonomie) zu erstellen

Dem entsprechend wurden für die 760 geplanten Wohnungen, die im Rahmen des ersten Bauträgerwettbewerbs ausgelobt werden, kostengünstige Eigenmittelbeiträge von maximal 90 Euro pro Quadratmeter und Bruttomieten von maximal 7,50 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche festgelegt. Anspruchsvolle ökologische Anforderungen unterstreichen gemeinsam mit bedarfsgerechten Freiräumen, sowie der optimalen Verbindung von Wohnen und Arbeiten die hohe soziale Nachhaltigkeit und Qualität der Projekte.

Aufgrund der gesamthaften Betrachtung von Mobilitätsaspekten werden in der Seestadt unterirdische Sammelgaragen mit Ladeplätzen für elektrisch betriebene Kraftfahrzeuge geschaffen

Die drei Hauptanforderungen an geförderte Wohnprojekte in aspern Seestadt sind: 1. es soll eine Stadt der kurzen Wege entstehen, 2. Soziale Nachhaltigkeit (viefältige Wohntypologien, erschwingliche Wohnkosten) und 3. Ökologische Komponenten wie umweltfreundliche Mobilitätskonzepte.


Erstes revitalisiertes Gebäude mit Nachhaltigkeitszertifikat in Österreich

Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude der AK OÖ in der Linzer Volksgartenstraße stammt aus den 30er Jahren. In Abstimmung mit dem Denkmalamt wurde das Gebäude saniert und durch Neubauten ergänzt. Das 2009 fertig gestellte Gesamtprojekt erhält nun als erstes revitalisiertes Projekt in Österreich das ÖGNI-Gütesiegel in Bronze. Mit dieser Pionierzertifizierung wird ein Zeichen dafür gesetzt, dass Nachhaltigkeit nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Sanierung und Revitalisierung möglich ist.

Soziokulturell betrachtet sorgen der thermische, akustische und visuelle Komfort sowie der barrierefreie Zugang für Zufriedenheit und Produktivität

„77 Prozent der Immobilien in Österreich sind Bestandsflächen, die auf Grund ihres schlechten Zustandes rund 95 Prozent der Energieressourcen verbrauchen. Es handelt sich dabei um Flächen, die vor 1982 errichtet wurden. Will man etwas Wirkungsvolles im Sinne der Nachhaltigkeit bei Immobilien tun, so muss man sich dieses Altbestandes annehmen“, betont Mag. Karl Friedl, Geschäftsführer bei M.O.O.CON. Dieser Aufgabe hat sich die AK OÖ gestellt. „Wir wollten ein modernes Haus der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schaffen, das beste Bedingungen bietet und in dem sich sowohl unsere Mitglieder als auch unsere Beschäftigten wohlfühlen“, erklärt der Präsident der AK OÖ, Dr. Johann Kalliauer.

Durch seine integrale Herangehensweise, Nachhaltigkeitskriterien von Beginn an zu berücksichtigen, sorgte der Strategieberater M.O.O.CON für die Auszeichnung dieses Projektes ohne zusätzliche Investitionen

Das Gebäudeprojekt der AK OÖ ist ein Best-Practice-Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit bei Sanierung und Revitalisierung entstehen kann. Ökonomische, sozio-kulturelle und technische Kriterien sowie die Prozessqualität wurden dabei bewertet. „Ökologisch betrachtet war die Revitalisierung der AK OÖ auf jeden Fall sinnvoll: Ein kompletter Abriss und/oder ein Neubau hätten die Umwelt stärker als die durchgeführte Revitalisierung belastet.", erklärt MMAg. Philipp Kaufmann, Präsident der ÖGNI.


Naporo gewinnt Österreichischen Baupreis

Der Österreichische Baupreis in der Kategorie Forschung und Entwicklung geht 2011 an die oberösterreichische Firma Naporo GmbH aus Braunau am Inn. Der Anbieter von innovativen Produkten aus dem biologischen Rohstoff Typha für Wärmedämmungs-, Schallschutz- und Leichtbauanwendungen gewinnt den Preis für einen neuartigen Wandbaustoff, der sich besonders gut zur Hitzedämmung eignet. Durch eine Minderheitsbeteiligung von 3M New Ventures agiert die österreichische Niederlassung des amerikanischen Multi- Technologieunternehmens 3M als strategischer Partner.

Die Naporo Klima Dämmstoff GmbH hat sich ganz der Erforschung und Vermarktung der Typha-Pflanze als eines neuen biologischen Rohstoffs verschrieben

Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat Naporo in Kooperation mit Ort_Gang.Architektur in Wien einen neuartigen, innovativen Wandbaustoff aus Rohrkolben-Schilf und Zement entwickelt. Durch die Mischung beider Materialien können hervorragende Dämmeigenschaften mit einer hohen Speichermasse verbunden werden. Dadurch dringt Tageshitze nicht in ein Gebäude ein, und es kann weitgehend auf Klimatisierung verzichtet werden. Eine Produktion der „Typha climate walls“ soll mit Hilfe der Vereinten Nationen und der Austrian Development Agency (ADA) im Senegal, Afrika, errichtet werden und wesentlich zum Klimaschutz beitragen.

Die bis zu 4 Meter langen Blätter der weltweit verbreiteten Wild- und Wasserpflanze Typha bestehen aus reißfesten Fasern und einem komprimierbaren Schwammgewebe

Die Wild- und Wasserpflanze Typha, besser bekannt als Rohrkolben, ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig. So bestehen die Blätter dieser Pflanze aus reißfesten Fasern und einem Schwammgewebe. Dieser natürliche Isolierschaum, der in anderen biologischen Rohstoffen wie Flachs, Hanf, Stroh oder Schilf nicht vorkommt, eignet sich ideal für die Produktion von kompostierbaren Klimadämmungen mit Bestwerten, ultra-leichten und stabilen Bauelementen, Schallschutz und vieles mehr.

Typha eignet sich ideal für die Produktion von kompostierbaren Klimadämmungen mit Bestwerten.

Copyright: Naporo Klima Dämmstoff GmbH


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