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Events - Ausstellungen - Messen - - Wohnen - Design - Interieur

Aktuelle Veranstaltungen und interessante Ereignisse aus den Bereichen Wohndesign, Interieur und Lebensstil, sowie Neuigkeiten von Designmessen, Vernissagen und branchenspezifischen Ausstellungen.

 


Vitra feiert die Eames´

Charles und Ray Eames zählen zu den bedeutendsten Designern des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Möbeln, Filmen, Büchern, Ausstellungen und Medieninstallationen beeinflussten sie Generationen von Gestaltern und prägen auch heute noch unsere Alltagskultur. Kein anderer Designername steht so sehr für technische Perfektion und Zeitlosigkeit, aber auch für die spielerische Start-Up-Kultur der amerikanischen Westküste, die die Eames’ maßgeblich prägten. Vom 30. September 2017 bis zum 25. Februar 2018 präsentiert das Vitra Design Museum unter dem Titel »An Eames Celebration« parallel vier Ausstellungen, die das Werk des legendären Designerpaares so umfassend wie nie zuvor vorstellen.

Charles and Ray Eames on a Velocette Motorcycle in the Eames Office Venice California © Eames Office LLC

Im Zentrum des Ausstellungsparcours steht die große Retrospektive »Charles & Ray Eames. The Power of Design«, die im Hauptgebäude des Vitra Design Museums gezeigt wird. In der Fire Station wird unter dem Titel »Ideas and Information. Die Eames-Filme« eine Auswahl der über 100 Filme der Eames’ präsentiert, während in der Vitra Design Museum Gallery die Ausstellung »Play Parade. Eine Eames- Ausstellung für Kinder« dazu einlädt, die vielen Spielobjekte des Designerpaares zu entdecken und auszuprobieren. Im Vitra Schaudepot wiederum ist die Ausstellung »Kazam! Die Möbelexperimente von Charles & Ray Eames« zu sehen. Pünktlich zum 110. Geburtstag von Charles Eames wird auch der Objektnachlass in seiner ganzen Breite vorgestellt. Dieser befindet sich seit 1988 im Vitra Design Museum und umfasst sämtliche Prototypen und Entwicklungsmodelle der Eames’.

Charles und Ray Eames wählen Dias aus. © Eames Office LL

Die Ausstellung im Hauptgebäude des Vitra Design Museums gibt eine umfassende Übersicht über das Gesamtwerk und das Leben des Designerpaares. Mit einer großen Auswahl von Originalwerken – darunter Filme, Fotografien, Möbel, Zeichnungen, Skulpturen, Malerei, Textilien, Grafikdesign, Modelle und Requisiten – veranschaulicht die Retrospektive das kongeniale Zusammenspiel der Charaktere von Charles und Ray Eames, das die Grundlage für das kreative Schaffen des wohl erfolgreichsten Designerduos der Geschichte bildete.

Wohnzimmer im Haus der Eames. Foto: Antonia Mulas

Die Ausstellung in der Fire Station von Zaha Hadid präsentiert eine umfangreiche Auswahl der Filme von Charles und Ray Eames, darunter erstmals auch Arbeiten aus dem Archiv der Library of Congress. Denn neben Multimediainstallationen und Ausstellungen über Technik und Naturwissenschaft schufen die Eames über 100 Kurzfilme, deren Produktion ab den 1960er Jahren ein wesentlicher Schwerpunkt des Eames Office wurde. Zunächst setzten die Eames den Film bei der Kommunikation ihrer Designideen und –arbeiten ein, entdeckten das Medium aber schon bald als ideales Mittel zur Verbreitung von Wissen an der Schnittstelle von Design, Kunst, Naturwissenschaft und Technik. Durch die Filme konnten sie auch komplexe Zusammenhänge unterhaltsam und präzise darstellen und damit einer breiten Masse zugänglich machen. Mit der Ausstellung »Ideas and Information« wird das filmische Werk der Eames’ als wesentlicher Teil ihres Gesamtwerks erstmals angemessen gewürdigt und die Bedeutung von Charles und Ray Eames als Vorreiter neuer Medientechnologien und neuer Formen der Wissensvermittlung aufgezeigt.

Charles Eames posiert auf dem Lounge Chair, Foto für eine Werbeanzeige, 1956. © Eames Office LLC

Österreichs größtes Designfestival geht 2017 das 11. Mal über die Bühne. Mehr als 100 Veranstaltungen machen Wien von 29. September bis 8. Oktober 2017 einmal mehr zum Design-Hotspot. Bereits im vergangenen Jahr setzte sich die VIENNA DESIGN WEEK das Ziel, den Bereich Industrial Design im Festivalprogramm stärker zu präsentieren. Dieses Anliegen wird weiterverfolgt, heuer weniger als ein eigenes Format, sondern mit einem thematischen Schwerpunkt innerhalb der Programmpartnerschaften.

Neues Office, neue Teammitglieder: neu hinzugekommen sind Alexandra Toth, Gabriel Roland, Nadia Brandstätter, Annika Strassmair und Julia Riesenberg. Foto: Katharina Gossow

Das von Lilli Hollein mitbegründete und geleitete Festival fördert ein neues Bewusstsein für Design und das nicht nur in Bezug auf die Ästhetik, sondern insbesondere auch als elementaren Bestandteil des Alltags der Menschen. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten in Form von Ausstellungen, Workshops, partizipativen Projekten, Talks, Kooperationen und Führungen in ganz Wien.

Die Festivalgrafik greift die Ausgangspunkte von Design auf: Farbe, Material und Form. © Bueronardin

Gekonnt schafft die VIENNA DESIGN WEEK den Spagat zwischen Fachpublikum und breiter Öffentlichkeit. Zu sehen sind nationale und internationale Projekte, Positionen, Entstehungs- und Produktionsprozesse sowie experimentelle Ansätze in Architektur, Grafik-, Produkt-, Möbel-, Industrie- und Social Design. Die meisten Beiträge werden im Auftrag des Festivals eigens für die VIENNA DESIGN WEEK geschaffen.

Die Chefin - Lilli Hollein. Foto: © Katharina Gossow

Festivalleiterin Lilli Hollein: „Wir haben in den ersten zehn Jahren viel erreicht! Der große Publikumszuspruch und die internationale Anerkennung motivieren uns. Die im letzten Jahr in Auftrag gegebene Studie belegt auch die Wirkungen des Festivals in verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Nichtsdestotrotz liegt noch ein Stück Arbeit vor uns und wir wissen sehr genau, wo wir hinwollen, was wir damit erreichen wollen. Ein Innovationsland wie Österreich braucht eine Unternehmerlandschaft, die den Wert kreativer Leistung erkennt und sich zu Nutze macht. Und die Kreativschaffenden brauchen weiterhin eine international agierende Plattform.“


Ettore Sottsass – Rebell und Poet

Dieses Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden: Der österreichisch-italienische Designer Ettore Sottsass (1917-2007) war einer der bedeutendsten und gleichzeitig unkonventionellsten Gestalter des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er für seine Entwürfe für den Bürogerätehersteller Olivetti, für poetisch-minimalistische Objektskulpturen und als Kopf des Designkollektivs Memphis in den 1980er Jahren. In seiner langen Karriere bewegte sich Sottsass in verschiedenen Disziplinen und hinterließ ein faszinierendes Gesamtwerk, das mit vielen Objekten in der Sammlung des Vitra Design Museums vertreten ist. Die Ausstellung im Vitra Schaudepot zeigt Sottsass‘ Werk anhand von rund 30 Möbeln und Produkten, sowie zahlreichen Fotografien und Schriften. Sie würdigt einen großen Designer, der sich von Form und Funktion nicht einschränken ließ, sondern mittels Gestaltung die Grundprinzipien des Menschseins erforschte.

Ettore Sottsass, 1973, Fotograf: unbekannt, Courtesy: Studio Ettore Sottsass

Sottsass‘ berühmteste Werke sind seine Möbel für die Gruppe Memphis, die in den 1980er Jahren Furore machte und wegweisend für die Formensprache des postmodernen Designs wurde. Die schrillen Farben, Muster und Formen der Memphis-Objekte waren inspiriert von Motiven aus dem Alltag, der Popkultur und den außereuropäischen Kulturen, die Sottsass auf vielen Reisen seit den 1960er Jahren kennengelernt hatte. So entstanden ikonische Objekte wie das Bücherregal Carlton (1981), die Leuchten Ashoka (1981) und Tahiti (1981), sowie der Schreibtisch Tartar (1985) – Objekte, die in Kommunikation mit dem Betrachter treten und sich vom funktionalistischen Designansatz befreien sollten.

Links: Tahiti, Tischleuchte, 1981, Hersteller: Memphis, Mitte: Nr. 20084, Don, Tischleuchte, 1977, Hersteller: Stilnovo spa, Rechts: Halo Click, Tischleuchte, ungefähr 1988, Hersteller: Philips. Foto: Jürgen Hans

Die Ausstellung veranschaulicht die Entwicklung anhand von Schlüsselwerken aus den frühen Perioden, wie zum Beispiel mit dem Sofa Califfo (1964), der Kommode Kubirolo (1966-67) und Stücken aus der Möbelserie Mobili Grigi (1970) für Poltronova, oder mit seltenen Objekten wie dem Sessel Tappeto volante (1974), der Sottsass‘ anscheinend schwerelose Verbindung aus Popkultur und der Spiritualität der Hippie-Ära illustriert. Objekte wie der Stuhl Seggiolina da Pranzo (1979-80) für Alchimia und etliche spektakuläre Memphis-Objekte zeigen, wie Sottsass schließlich zu einer ganz eigenen Formensprache fand.

Califfo, Sofa, 1964. Hersteller: Poltronova, Foto: Jürgen Hans

Ettore Sottsass – Rebell und Poet

noch bis 24.09.2017, täglich von 10 bis 18 Uhr

Vitra Schaudepot, Temporary Space

Kurator: Heng Zhi

Ettore Sottsass, 1988, Foto: Barbara Radice, Courtesy: Studio Ettore Sottsass

Design aus Österreich - weltweit erfolgreich

Österreich ist bekannt für seine Kultur, für intakte Natur und eine hohe Lebensqualität. Viele Produkte und Projekte, die von den DesignerInnen und UnternehmerInnen dieses Landes gestaltet und produziert werden, sind von diesen Umständen beeinflusst und auch deshalb auf dem internationalen Markt erfolgreich. Die Ausstellung »Design made in Austria. Sold worldwide« zeigt Exponate des täglichen Gebrauchs, die den Qualitätsanspruch, die Innovationskraft und die Handwerkskunst des Landes aufgenommen haben und auf dem internationalen Markt erfolgreich vertrieben werden.

Glashütte Roxy. Foto: Austria Design Net, JorjKon stantinov

Die Schau präsentiert Produkte von heimischen GestalterInnen und Unternehmen, die den Alltag unseres Landes bestimmen und am internationalen Markt erfolgreich performen. Darunter z.B. Kästle Skier vom Designstudio Kiska (Salzburg), das Kinder-Stockbett AMBERintheSKY von perludi (Steiermark), Weinbecher der Serie O von Riedel (Tirol), den Hocker LEO von MARCH GUT (Oberösterreich)  oder Glas und Flaschenkühler für ABSOLUT VODKA von Thomas Feichtner (Wien). Gezeigt werden Objekte aus den Bereichen Industriedesign, Produktdesign, Möbeldesign und Packaging Design.

Foto: Austria Design Net

Die Schau wurde anlässlich der World Capital of Design Taipeh im Rahmen des Austria Design Net kuratiert und dort im Oktober 2016 erfolgreich präsentiert. Über 800.000 Menschen haben sich von der kreativen Schaffenskraft österreichischer DesignerInnen und Unternehmen überzeugt. Nun ist der Auszug des aktuellen Oevres der Designszene Österreichs auch in der Heimat zu sehen.

Designforum Wien, 14. 6. - 10. 9. 2017


Together! Die Neue Architektur der Gemeinschaft

Wohnraum ist eine knappe Ressource – das wird in den letzten Jahren immer deutlicher. Die Immobilienpreise in den Metropolen steigen, klassische Konzepte des Wohnungsbaus können dem Bedarf nicht mehr gerecht werden. Diese Herausforderungen haben eine stille Revolution in der zeitgenössischen Architektur ausgelöst: das Bauen und Wohnen im Kollektiv. »Together! Die Neue Architektur der Gemeinschaft« ist die erste Ausstellung, die dieses Thema umfassend beleuchtet und räumlich erfahrbar macht. Anhand von Modellen, Filmen und Wohnungen im Maßstab 1:1 präsentiert sie eine Vielzahl von Beispielen aus Europa, Asien und den USA. Historische Vorläufer veranschaulichen zugleich die Geschichte der gemeinschaftlichen Architektur – von den Reformideen des 19. Jahrhunderts bis hin zur Hippie- und Hausbesetzerszene, die mit dem Slogan »Make love, not lofts« antrat.

Together! © Vitra Design Museum, 2017 gestaltet von Something Fantastic, Berlin

Die Ausstellung beginnt mit einem Blick auf die Geschichte sozialer Wohnideale, die zumeist aus einem Protest gegen bestehende Verhältnisse entstanden sind. Dies unterstreicht eine Inszenierung, die Bezug auf die gesellschaftliche Brisanz des Themas nimmt: Filme zeigen historische Protestbewegungen für Wohnraum, während Transparente über die damals entwickelten Lösungsansätze informieren. Unter den gezeigten Beispielen sind die Phalanstères von Charles Fourier (1772–1837), die Ende des 19. Jahrhunderts im Tessin entstandene Kolonie Monte Verità, die Wohngenossenschaften der 1920er Jahre, aber auch die Freistadt Christiania in Kopenhagen oder die Genossenschaft Karthago in Zürich. Die gesellschaftspolitischen Hintergründe dieser Projekte machen die Aktualität der Ideen verständlich: Auch heute befindet sich die Gesellschaft im Umbruch, weil immer mehr Menschen anders als in klassischen Familienstrukturen leben – ob als Paar, Alleinerziehende, Singles oder allein lebende ältere Menschen. Für viele ist das Leben in Gemeinschaft eine vielversprechende Alternative, die soziale Kontakte fördert und Kosten senkt.

Moryama House, Tokio. Office of Ryue Nishizawa, Tokio, 2005. © Edmund Sumner/VIEW

Eine Installation aus 25 großformatigen Modellen heutiger Wohnbauprojekte bildet den zweiten Bereich der Ausstellung. Die gezeigten Beispiele stammen unter anderem aus Berlin, Zürich, Los Angeles, Tokio und Wien. Der detaillierte Blick auf die einzelnen Projekte zeigt, dass die neuen gemeinschaftlichen Wohnbauten auch eine durchweg innovative Herangehensweise an Volumen, Fassaden und Materialien mit sich bringen: Aus den besonderen Anforderungen und begrenzten Mitteln entsteht eine eigene Ästhetik. Die Präsentation der Modelle als imaginäre Stadt veranschaulicht zudem, dass Stadt und Wohnraum, Öffentlichkeit und Privatsphäre in vielen gezeigten Projekten nicht mehr klar getrennt, sondern auf neue Weise miteinander verwoben sind.

Innenhof der Sargfabrik, Wien. BKK-2, Wien, 1992–96. © Stadt Wien MA 18 / R. Christanell

Aber wie funktioniert die neue Architektur der Gemeinschaft ökonomisch, welche Herausforderungen stellt sie im Alltag und wie lässt sie sich praktisch realisieren? In einem in die Ausstellung integrierten Co-Working Space werden diese Fragen anhand von fünf Projekten erläutert: die Sargfabrik in Wien, das Zwicky-Süd in Zürich, La Borda in Barcelona, R50 in Berlin und die Apartments with a Small Restaurant in Tokio. Die Gestaltung dieses Bereichs als Arbeitsraum zeigt, dass die neue Verflechtung vieler Projekte mit dem öffentlichen Leben auch neue Finanzierungsmöglichkeiten bietet: So widmet das Zürcher Projekt Kalkbreite die Hälfte seiner Fläche Gewerbefunktionen und umfasst neben öffentlichen Einrichtungen wie einem Kino, einem verpackungsfreien Supermarkt, Restaurants und Cafés, Arztpraxen und diversen Büroflächen auch einen frei zugänglichen Innenhof mit Kinderspielplätzen.

Spreefeld Berlin. zusammenarbeiter / carpaneto / fat koehl / bar architekten, berlin. Foto: DaKa

Das Glas der Architekten

Die Ausstellung DAS GLAS DER ARCHITEKTEN. Wien 1900–1937 rollt ein faszinierendes Kapitel des österreichischen Kunsthandwerks auf: Entwürfe junger Architekten übten einen epochalen Einfluss auf die Entwicklung des Kunstglases in der Wiener Moderne aus. Nach der erfolgreichen Präsentation in den Räumlichkeiten von LE STANZE DEL VETRO in Venedig 2016 wird die beeindruckende Schau zu Jahresbeginn 2017 im MAK gezeigt.

Ausstellungsansicht. Foto: Georg Mayer, Copyright: MAK

Die von Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik, kuratierte und gemeinsam mit LE STANZE DEL VETRO realisierte Ausstellung bietet erstmals eine Gesamtschau von über 300 Gläsern aus den letzten Jahrzehnten der österreichisch-ungarischen Monarchie bis zum Ende der Ersten Republik. Das MAK präsentiert die Schau in räumlicher und zeitlicher Nähe zur Ausstellung GLÄSER DER EMPIRE- UND BIEDERMEIERZEIT. Aus der Sammlung des MAK und der Glassammlung Christian
Kuhn (MAK-Ausstellungshalle, 1. Februar – 17. April 2017) und lenkt damit parallel zu
handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt (MAK-Ausstellungshalle,
14. Dezember 2016 – 9. April 2017) den Fokus auf Glas als einen wesentlichen
Werkstoff für Kunsthandwerk und Design in den verschiedensten Epochen.

Ausstellungsansicht. Foto: Georg Mayer. Copyright: MAK

Die Glasarbeiten in der Ausstellung werden um Entwürfe von Architekten der Wiener Moderne ergänzt sowie um Fotografien, die damalige Ausstellungen dokumentieren und so die außergewöhnliche Wirkung, die diese radikal modernen Objekte auf die Öffentlichkeit hatten, nachvollziehbar machen. Zeitgenössische Literatur und Kritiken verdeutlichen die Tragweite des Interesses der österreichischen Modernisten an Glas.

DAS GLAS DER ARCHITEKTEN. Wien 1900–1937

Eine Kooperation von MAK und LE STANZE DEL VETRO

Ausstellungsort MAK-Ausstellungshalle MAK, Stubenring 5, 1010 Wien

Ausstellungsdauer 18. Jänner – 17. April 2017


imm cologne 2017

Für einen schwungvollen Start ins Möbeljahr 2017 sorgt im Jänner wieder die Leitmesse der Branche – die imm cologne. Mit voraussichtlich an die 1.200 Unternehmen aus 50 Ländern präsentiert sich das Messe-Duo aus imm cologne und LivingKitchen 2017 als eine breit aufgestellte, vielseitige Produktschau und repräsentiert den aktuellen Stand an Einrichtungstrends. Gezeigt werden über 100.000 Möbel und Einrichtungsgegenstände, davon etwa ein Drittel absolute Neuheiten.

Aufnahme von der imm 2016. Stand: Luxy. Foto: Oliver Wachenfeld

Einige schon jetzt bekannte Neuheiten zeugen von einer allgemeinen Sehnsucht nach klassischen Formen, die frei von stilistischen oder räumlichen Bindungen genutzt werden können. So werden Sofas gerne auf der Terrasse platziert, klassische Teppiche in modernem Ambiente inszeniert und Arbeitsplätze und Stühle mobil eingesetzt. Alte Formen werden in neuen Materialien (wie etwa Tencel), neue Formen in alten Materialien (wie Wolle, Marmor, Holz und Korbgeflecht) realisiert.

"Das Haus" wird 2017 von Todd Bracher inszeniert. Foto: © Koelnmesse GmbH. Modell: Todd Bracher

Ein wichtiger Programmpunkt in Sachen Zukunft des Wohnens wird auch heuer wieder "Das Haus" sein. In diesem Jahr wird es vom US-amerikanischen Produktdesigner Todd Bracher gestaltet. “Das Haus” ist eine Plattform für Wohnexperimente, die sich zwischen Installation und “echtem” Leben bewegt. “Das Zuhause stellt eine elementare Synthese aus Bedürfnissen und Funktionen dar, ganz darauf abgestimmt, seine Bewohner in ihrem Alltagsleben und in ihrer Entwicklung zu unterstützen”, versteht Bracher das Thema von „Das Haus“. In dem ganzheitlichen Projekt, das sowohl Architektur als auch Interior und Produktdesign umfasst, verfolgt er konsequent seinen klassischen Gestaltungsansatz: Komplexität auf ihre einfachsten Elemente und Funktionen zu reduzieren. „Warum wählen wir einen bestimmten Lebensstil?“, fragt der 41-Jährige und kündigt an: „Wir werden die Vorstellung davon, was zeitgenössisches Wohnen ausmacht, infrage stellen, indem wir die Grundlagen überdenken, die das Heim definieren, und uns ansehen, ob sie den Anforderungen der heutigen Welt entsprechend ausgelegt sind.“

Todd Bracher. Foto: © Koelnmesse GmbH/Lutz Sternstein

Die diesjährige imm cologne findet vom 16.01. bis 22.01.2017 auf dem Kölner Messegelände, aber auch an vielen Orten in der Rheinmetropole selbst statt.


Designwald der NÖ Tischler

Gutes Design begeistert immer wieder. Grund genug für die niederösterreichischen Tischler den Besuchern auf der Messe HausBau + EnergieSparen vom 20. bis zum 22. Jänner 2017 in Tulln auf 500 m2 einen Designwald zu präsentieren. Es duftet nach Holz. Man spürt den Ideenreichtum dieser Branche und sieht, wie Wohnträume Flügel bekommen und mit modernem Handwerk dingfest gemacht werden.

Kreativtischlerei ARTner. Foto: Robert Herbst

Im Designwald begibt man sich auf eine Reise durch die schönen Dinge dieser Welt und begegnet Menschen, denen es ein Anliegen ist, aus duftendem Holz und edlen Materialien Kunstwerke für den Alltag zu schaffen, die durch Funktionalität und Ästhetik überzeugen. Besonders junge Besucher und handwerksaffine Menschen werden nicht umhinkommen, sich den Ausführungen des Korbflechters zu widmen. Live vor Ort werden Thonetstühle geflochten.

Holzbadewanne der Tischlerei Balubad

Was macht gutes Design aus? Wie unterscheidet sich Tischlerqualität von Massenware? Zu diesen und anderen Themen diskutieren in Halle 3 (Stand 379) jeweils um 15 Uhr führende Architekten und Tischler im Rahmen der Messe. Die Diskussion dauert 30 Minuten , findet an allen Messetagen statt und endet mit einem Sofortgewinnspiel, bei dem ein Gutschein im Wert von 50 Euro und ein Kochbuch von DER FLOH in Tulln gewonnen werden kann. Jeweils um 11 Uhr startet eine Diskussion zum Lehrberuf Tischler und Tischlereitechniker. Sehr oft schon waren Teilnehmer aus Niederösterreich bei den World Skills und anderen Bewerben erfolgreich und hier berichten „Weltmeister“ von ihren Erfahrungen.

1800 Tischler gibt es in Niederösterreich. Die Bandbreite der Leistungen ist enorm. 20 davon werden in Tulln ausstellen.


Dieter Rams. Modular World

Dieter Rams (*1932) ist einer der einflussreichsten deutschen Designer der letzten Jahrzehnte. Seine Entwürfe für die Firma Braun sind legendär, seine Thesen über Design heute aktueller denn je. Vom 18. November 2016 bis 12. März 2017 präsentiert das Vitra Design Museum im neu eröffneten Vitra Schaudepot eine Ausstellung über Rams‘ Werk. »Dieter Rams. Modular World« zeigt eine Auswahl der von Rams entworfenen Möbel und Elektrogeräte, darunter Schlüsselwerke wie der Schneewittchensarg und das Regalsystem 606. Ergänzt wird die Schau durch historisches Bildmaterial und ein Video-Interview, in dem Rams seine Gestaltungsphilosophie erläutert.

Dieter Rams. Foto: Michael Kretzer

»Dieter Rams. Modular World« ist die erste Ausstellung, die vor allem Rams‘ Möbelentwürfe in den Blick nimmt. Dabei wird deutlich, wie eng diese Entwürfe mit seiner Gestaltungsphilosophie verbunden sind. Deren Essenz – Einfachheit, Ehrlichkeit, Zeitlosigkeit – fasste er in seinen »Zehn Thesen zum Design« zusammen, die er ab den 1970er Jahren entwickelte. Darin schrieb er unter anderem: »Gutes Design ist langlebig. Es hat nichts Modisches, das schnell veraltet wirkt. Damit unterscheiden sich gut gestaltete Produkte tiefgreifend von kurzlebigen Trivial-Produkten einer Wegwerfgesellschaft, für die es heute keine Berechtigung mehr gibt«. Ausgangspunkt dieser Überlegungen war also eine grundsätzliche Konsumkritik, die Rams veranlasste, neue Ziele für den Umgang mit Design zu formulieren – und dies lange bevor Nachhaltigkeit zum Modewort wurde.

Weltempfänger T 1000. Foto: Andreas Sütterlin

Rams‘ Entwürfe sind gekennzeichnet durch Reduktion und Schlichtheit, gemäß seiner Maxime »Gutes Design ist so wenig Design wie möglich«. Dabei geht es ihm weniger um Askese, sondern um ästhetische Nachhaltigkeit. Seine Regale, Stühle, Sessel und Tische sind so funktional und neutral gestaltet, dass sie variabel einsetzbar sind – ob in Wohnzimmer, Küche, Büro oder öffentlichen Räumen – und auch Jahrzehnte später nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Mit ihrer Zeitlosigkeit sind Rams‘ Entwürfe Musterbeispiele für nachhaltiges Gestalten und beeinflussen Designer bis heute.

Stuhlprogramm 622. Foto: Christoph Sagel. Courtesy: APPEL DESIGN GALLERY, Berlin

50 Jahre Bramac

50 Jahre Bramac – ein Jubiläum, das gebührend gefeiert wurde. Das Unternehmen lud am 16. September geladene Gäste zum Jubiläumsfest und am 17. September die regionale Bevölkerung zum Tag der offenen Tür nach Pöchlarn.

v.l.n.r.: Bürgermeister von Pöchlarn Franz Heisler, Bramac Geschäftsführer Michael Utvary und Bramac Gründer Alexander Maculan. Foto: Richard Tanzer

Im Jahr 1966 wurde der erste Baustein für das Unternehmen Bramac gelegt: Braas & Co sowie Hofman & Maculan gründeten das Unternehmen „Bramac Dachsteinwerke GmbH“ in Pöchlarn. Damit begann die Erfolgsgeschichte: Expansion in CEE sowie Joint Ventures, der Einstieg in den Solar-Bereich und die Entwicklung der Protector Plus Oberfläche sowie des 7 Grad DachSystems setzten Meilensteine für das Unternehmen.

50 Jahre Bramac: Landesrätin Petra Bohuslav lobt den Erfolg des niederösterreichischen Unternehmens. Foto: Richard Tanzer

In einem großen Festzelt wurde am Freitag mit zahlreichen Kunden, Partnern und Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft wie Finanzminister Hans Jörg Schelling und Landesrätin Petra Bohuslav das langjährige Bestehen gefeiert. Am Tag darauf nutzten bis zu tausend Besucher und Mitarbeiter beim Tag der offenen Tür das abwechslungsreiche Rahmenprogramm wie Werksführungen, Kinderprogramm sowie das kulinarische Angebot.

Fotos: Bramac


Design und Innovation. Neue BSH Stilarena

Ein Woche lang wurde das neue Design des BSH Schauraums Stilarena in Wien gebührend gefeiert. Vertriebs- und Geschäftspartner der BSH sowie die Presse konnten in die Markenwelten von Bosch, Gaggenau, Neff und Siemens eintauchen und sich über die Neuheiten im Trainings- und Beratungszentrum informieren.

Die Bosch-Markenwelt in der neuen Stilarena.

Der Showroom der Marken Bosch, Gaggenau, Neff und Siemens erstrahlt nach Abschluss des letzten Bauabschnitts in neuem Glanz. Die neue Stilarena bietet auf 1.200 m2 stilsicheres Design und einen idealen Ort für Kunden sich umfassend zu informieren und auch begeistern zu lassen. Ganz nach der BSH Next Level Strategie, die Konsumentenorientierung, Markendifferenzierung und digitale User Experience ins Zentrum stellt. „Durch die Neugestaltung können wir diese Punkte zur Gänze erfüllen. Speziell die ausgearbeitete Markendifferenzierung durch eigens inszenierte Markenwelten und die Verknüpfung mit digitalen Features wie einem eigenen Food Blog machen unseren neuen Schauraum zu einem Erlebnis für den Kunden und zu einem innovativen Trainingszentrum für unsere Händler“, erklärt Michael Mehnert, Geschäftsführer BSH Hausgeräte Österreich.

Workshop im Rahmen der BSH-Eröffnungshausmesse.

Für die architektonische Umsetzung zeichnet Matthias Siegert vom Büro VON M verantwortlich. „Wir haben erkannt, dass das Zusammenkommen und gemeinsame Erleben für Kunden, das sogenannte Gathering, einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt. Dies zieht sich auch durch das Konzept der Stilarena. Das Soziale, also der Kontakt zum Kunden, das Miteinander wird fokussiert.“ Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, eine vertraute Atmosphäre zu schaffen, wobei jede der vier Marken auf seine ganz eigene Art und Weise die Emotionen ansprechen soll. Diese jeweilige Individualität galt es, herauszuarbeiten.

Kochen mit der Neff-Profiköchin Anna Walcher.

Die gesamte Gestaltung der Stilarena ist darauf ausgerichtet, dass sich jeder Besucher/jede Besucherin von den Marken inspirieren lässt. Die in Zukunft stattfindenden Kochkurse bieten dazu eine weitere Plattform. Michael Mehnert vergleicht es mit dem Autokauf: „Kunden wollen Qualität zum Anfassen. Zuerst macht der Kunde eine Probefahrt und wird dann durch Emotionen und Fakten zur Kaufentscheidung geleitet.“ Neben den Kochkursen und Kochvorführungen werden auch interne und externe Veranstaltungen in der Stilarena angeboten, um die Kunden von den Premiumprodukten zu überzeugen.

Das Publikum spitzt die Ohren, wenn Siemens-Profikoch Robert Dorr erklärt.
Die Gaggenau-Markenwelt in der Stilarena.

Fotos: © BSH Hausgeräte Österreich


Trendbarometer: Wohnen & Interieur 2016 in Wien

Von 5. bis 13. März 2016 findet die „Wohnen & Interieur 2016“ in der Messe Wien statt. In den insgesamt neun Messetagen zeigen rund 500 Aussteller aus dem In- und Ausland die neuesten Wohntrends und alles rund um das Thema Wohnen. Die „Wohnen & Interieur“ fängt mit vielen Neuerungen das visuelle Spannungsfeld zwischen Mensch und Mobiliar, zwischen Lifestyle und Spirit ein. Anschauungen spiegeln sich in Lebenswelten wider, die ihrerseits manch gesellschaftliche Umpolungen zeigen.

Ab 5. März im Messezentrum Wien - die Wohntrends des Jahres. Foto: Reed Exhibitions Messe Wien / David Faber

Keine Angst vor klarer Fläche - so lautet eine der wichtigsten Trendaussagen des Veranstalters, der Reed Exhibitions Messe Wien – hell, weitläufig, lichtdurchflutet. Transparenz schafft luftige Leichtigkeit. Die klare Fläche verbindet sich mit dem rechten Winkel, und so wird der Kubus zur wichtigsten Form. Kubistische Wohnwände, kantige Dielenelemente – kompakt oder versetzt angebrachte Einzelkuben, rechteckige Badewannen, würfelige Sitz- und Besprechungsmöbel wie gewohnt in Schwarz.

Foto von der Wohnen & Interieur Messe 2015. Copyright: www.christian-husar.com

Da die Natur als der größte Designer ein gewichtiges Wort mitredet, spielen Hölzer eine große Rolle und sie zeigen sich, selbst wenn sie formal streng gearbeitet sind, in all ihrer Maserung, ihrer Individualität, ihrer Gewachsenheit – dabei ist die Maserung oft das einzige Muster im Raum. Fronten von Wohnmöbeln und von Küchenschränken bekennen sich zum Material, und Gegensätze, etwa Holz plus getönte Glanzglasflächen heben den starken Charakter der Stofflichkeit noch hervor.

Aufnahme von der Vorjahresmesse in Wien. Copyright: www.christian-husar.com

Keramik, Kork und gebürstetes Glas gelten als beliebte Materialien für Wohnaccessoires. Und eine Vielfalt von Lampendesigns erwartet die BesucherInnen auch 2016 - natürlich vieles à la 1960er Jahre, etwa die hochbeinigen Stehlampen mit kleingrafisch gemustertem Lampenschirm. Große Effekte werden durch klug kalkulierte und planerisch berechnete indirekte Beleuchtungen erzeugt. Dadurch erhalten Formen, Strukturen und Materialien ihre Ausstrahlung. Schließlich, ganz wichtig - Solitärmöbel, die absolut im Trend liegen, werden ins rechte Licht gerückt. Die „Wohnen & Interieur“ in der Messe Wien hat am Samstag und Sonntag (5. und 6. März) und von Mittwoch bis Samstag (9. bis 12. März) jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Am Montag und Dienstag (7. und 8. März) von 12.00 bis 20.00 Uhr und am Sonntag (13. März) von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Impression von der Wohnen & Interieur aus dem vergangenen Jahr. Copyright: www.christian-husar.com

Ein Kontinent des Designs - Making Africa

In einer großen Ausstellung rückt das Vitra Design Museum ab März 2015 das zeitgenössische afrikanische Design in ein neues Licht. "Making Africa – A Continent of Contemporary Design" zeigt anhand der Arbeiten von über 120 Künstlern und Designern, wie Design die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen des Kontinents begleitet und fördert. Sie präsentiert Afrika als Experimentierfeld, von dem aus neue Ansätze und Lösungen in die Welt gehen – und als Triebfeder für eine neue Diskussion, was Design im 21. Jahrhundert leisten kann.

Omar Victor Diop, »Aminata«, Fotografie aus der Serie »The Studio of Vanities«, 2013, © Victor Omar Diop, 2014, Courtesy Magnin-A Gallery, Paris

Heute gibt es 650 Millionen registrierte Mobiltelefone in Afrika, mehr als in Europa oder in den USA. Viele dieser Geräte haben Internetzugang und schaffen so eine Plattform für Kommunikation und Informationsaustausch. Dieses Tor zur Welt hat den Perspektivwechsel ermöglicht, der im Zentrum der Ausstellung "Making Africa – A Continent of Contemporary Design" steht. Die Ausstellung richtet ihr Augenmerk folglich auf eine neue Generation von afrikanischen Unternehmern, Denkern und Gestaltern. Als "digital natives" sprechen sie ein globales Publikum an und legen dem Rest der Welt eine neue Sicht auf Afrika nahe. Sie arbeiten häufig in mehreren Disziplinen gleichzeitig und brechen mit althergebrachten – oft von westlichen Sichtweisen geprägten – Definitionen von Design, Kunst, Fotografie, Architektur oder Film.

Mário Macilau, »Alito, The Guy with Style«, aus der »Moments of Transition« Serie, 2013, Fotografie, Foto: © Mário Macilau, courtesy Ed Cross Fine Art Ltd, London

"Making Africa" präsentiert eine Vielfalt an Arbeiten in den unterschiedlichsten Medien, etwa die Brillenskulpturen des kenianischen Künstlers Cyrus Kabiru, die Möbel des malischen Designers Cheick Diallo und die Fotografien von Mário Macilau aus Mosambik und J.D. ̓Okhai Ojeikere aus Nigeria. Sie zeigt die Architektur von Francis Kéré, David Adjaye und Kunlé Adeyemi, die markanten Stadtmodelle aus Pappe von Bodys Isek Kingelez, oder die animierten Kurzfilme des in Berlin lebenden Südafrikaners Robin Rhode. Was all diese Werke verbindet ist die Tatsache, dass sie Fragen der materiellen Kultur und Alltagsästhetik – kurzum: des Designs – thematisieren. Sie zeigen, dass Design in Afrika viel umfassender verstanden wird als in westlichen Kulturkreisen – und wie gerade dieses Verständnis zukunftsweisende Gestaltungsansätze hervorbringt.

Vigilism, »Idumota Market, Lagos 2081A.D.« aus der »Our Africa 2081A.D.« Serie, Illustration für die Heritage Menswear Kollektion von Ikiré Jones, 2013, © Olalekan Jeyifous & Walé Oyéjidé

Making Africa – A Continent of Contemporary Design

14.03. – 13.09.2015

Vitra Design Museum, Weil am Rhein


EOOS im MAK

Unter dem Titel EOOS zeigt das MAK anlässlich des 20-jährigen Bestehens die erste große Werkschau des gleichnamigen österreichischen Designstudios und gibt Einblick in dessen poetisch-analytischen Entwurfsprozess. Das von EOOS im Jahr 2014 gestaltete MAK DESIGN LABOR bildet den Rahmen für einen Ausstellungsparcours, der die vielschichtige Entwurfspraxis der Studiogründer Martin Bergmann, Gernot Bohmann und Harald Gruendl veranschaulicht. Interventionen in allen Laborbereichen und zahlreiche Produkt- und Raumentwürfe spüren ihrer konsequent reduzierten, zwischen Archaik und Hightech verorteten Designsprache nach.

MAK-Ausstellungsansicht 2015, EOOS, MAK DESIGN LABOR. Foto: MAK, Georg Mayer

Ihr 1995 gegründetes Studio nannten Bergmann, Bohmann und Gruendl bewusst EOOS, nach einem der Zugpferde des in Ovids poetischem Meisterwerk Metamorphosen am Firmament rasenden Sonnenwagens. EOOS zählt mit über 130 internationalen Designpreisen, darunter der renommierte Industrie-Designpreis Compasso d’Oro für das mit Matteo Grassi entwickelte Sitzsystem Kube (2004), zu den weltweit erfolgreichsten Designstudios. Besonderen Wert legen die Designer auf eine Vielzahl technischer Patente, die verdeutlichen, dass sich das Studio nicht mit Standardlösungen zufrieden gibt.

MAK-Ausstellungsansicht 2015: EOOS, MAK DESIGN LABOR, EOOS-Entwurfsprozess für den Sessel Crosshatch für GEIGER und Herman Miller Collection 2014. Foto: Paul Prader

„Zwischen verbrennen und verloren gehen spielt sich alles ab“, beschreiben sie ihr Entwurfspathos, das teilweise langjährige KundInnen wie ALESSI, ARMANI, adidas, bulthaup, DEDON, DURAVIT, LAMY, Herman Miller, KEILHAUER, WALTER KNOLL oder ZUMTOBEL schätzen. Für EOOS ist die „Poetische Analyse“ das Originäre an ihrem Designansatz, worunter sie keine Ideologie verstehen, sondern ein Werkzeug für den Entwurf.

Bill and Melinda Gates Foundation: Blue Diversion Toilet, Feldversuch-Nairobi, 2014. Foto: EOOS Eawag

„Rituale, intuitive Bilder und Geschichten dienen als Ausgangspunkt oder Referenz für unsere Arbeits- und Denkweise“, so EOOS. Der auf jeden Auftrag abgestimmte theoretisch-philosophische Diskurs ist ihnen im Designprozess ebenso wichtig wie der funktional-ergonomische, materialtechnologische und formalästhetische Feinschliff. Die Ausstellung im Wiener MAK läuft noch bis 17. Mai 2015.


Rolf Benz wird 80

Am 13. September 2013 feiert Rolf Benz seinen 80. Geburtstag. Seit den sechziger Jahren hat der Pionierunternehmer als Visionär und aktiver Bürger den weltweiten Ruf der deutschen Möbelindustrie entscheidend mitbegründet und Geschichte geschrieben. Bereits mit 26 Jahren wagt der Nagolder mit der Produktion von Möbelgestellen für die Firma Gabelmann den ersten Schritt in die Selbständigkeit. 1964 gründet er das Unternehmen bmp Benz Möbel Programme, 1974 tritt er mit der eigenen Marke Rolf Benz auf den Markt. Diese wird in den folgenden Jahrzehnten zu einer der erfolgreichsten und bekanntesten Marken für hochwertige Polstermöbel weltweit.

Rolf Benz - ein stiller Star des Mittelstandes

Mit der Entwicklung der ersten variablen Anbaugruppe – der legendären „Addiform“ - revolutioniert er die Wohnbranche. Mit untrüglichem Gespür und Instinkt für den Zeitgeist, mit Risikobereitschaft und dem Gestaltungswillen als Antriebskraft verändert Rolf Benz das Wohnen – die Benz-Ecke vermittelt ein neues Wohngefühl, sie entspricht dem neuen Leben des gemütlichen Zusammenseins mit der Familie zum Reden und Fernsehen.

Im Jahre 1993 kauft die Familie Benz die Walter Knoll GmbH & Co. KG – die älteste deutsche Polstermöbelfirma und Ikone deutscher Möbelgeschichte. Seitdem wächst das Unternehmen kontinuierlich - seit 2001 als AG & Co. KG - hat seine Leistung verzehnfacht und gehört heute zu den führenden Herstellern im internationalen Premiumsegment des Einrichtens. Hier ist Rolf Benz Aufsichtsratsvorsitzender, hier ist sein Rat als Möbelkenner und Visionär nach wie vor gefragt.


Rossin-Möbel auf isländischer Briefmarke

Schon seit ein paar Jahren ist der Südtiroler Polstermöbelhersteller Rossin in Island erfolgreich. Das Sofamodell Dimon, designed von der isländischen Designerin Erla Sólveig Oskarsdóttir ziert nun sogar die 165 ISK Briefmarke. Aufgrund seines besonderen Designs wurde das Modell Dimon auch für das Designmuseum Hönnunarsafen in Reykjavik ausgewählt. Ebenso vertraute das weltbekannte Konzerthaus Harpa dem Südtiroler Polstermöbelhersteller und wählte für seine öffentlichen Bereiche dieses Rossin-Modell.

Briefmarke mit Sofa

„Der Küste Reykjaviks entlang laufend bewunderte ich die weit entfernten Berge, die sich durch ihre unterschiedlichen weichen Hügel und scharfen Kanten voneinander unterscheiden. Das war die Inspiration für dieses Sofa. Es sollte weich mit klaren Linien sein.“, so Erla Sólveig Oskarsdóttir, die als freie Designerin für Rossin und verschiedene andere Hersteller in Europa und den USA arbeitet und als bekannteste Designerin Islands gilt.

Designerin Erla Sólveig Oskarsdóttir, Direktorin des Designmuseums: Harpa Pórsdóttir, Geschäftsführer Rossin: Klaus Pomella

Wien feiert Gio Ponti

Die Ausstellung “Die von Gio Ponti bewohnten Häuser. Experimente häuslichen Lebens und Architektur zum Wohnen und Arbeiten” präsentiert eine Möbelkollektion und eine Reihe von Briefen, Familienfotos und Videos, die den modernen Charakter eines der wichtigsten Protagonisten des Designs des 20. Jahrhunderts bezeugen: Gio Ponti. Diese Schau ist noch bis zum 14. Juni im Italienischen Kulturinstitut in Wien zu sehen.

Diese nun in Wien gezeigte Ausstellung wurde ursprünglich für den Salone del Mobile 2012 realisiert und von der Architektenkammer Mailand, von Muse und von Molteni&C unterstützt. Nach Mailand, Rom, Venedig, Brescia, London und Paris gelangen die Einrichtungsgegenstände nach dem Design von Gio Ponti aus den Jahren zwischen 1935 (Stuhl für den ersten Palazzo Montecatini) und den 50er Jahren (Bücherregal, Kommode, Abstelltisch, Rahmen und Teppich für das Hause Ponti in Via Dezza in Mailand, 1956-57) nun auch nach Wien.

Gio Ponti war Architekt und Designer, Begründer der Zeitschrift “Domus” und “Stile” und des Preises Compasso d’Oro, Schriftsteller und Dozent an der Technischen Hochschule Mailand sowie Goldmedaillen- Träger der Akademie für Architektur in Frankreich.

Vivere alla Ponti

noch bis zum 14. Juni 2013

Italienisches Kulturinstitut Wien, Palais Sternberg

Ungargasse 43, 1030 Wien

Öffnungzeiten Montag bis Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr


interzum 2013 - Materialien, Werkstoffe, Design

Die Weltleitmesse interzum in Köln ist für die Möbelzulieferindustrie und den Innenausbau das wichtigste Branchenereignis, um neu entwickelte Produkte erstmalig einem großen Publikum vorzustellen und die Resonanz auf Produktstudien zu testen. Viele Aussteller passen sich dem zweijährigen Turnus der Kölner Messe an, um entscheidende Innovationen auf den Markt zu bringen. So wird es auch von heute an bis zum 16. Mai 2013 wieder sein.

resopal auf der letzten interzum in Köln

Jedes der drei Angebotssegmente „Materials & Nature“, „Function & Components“ sowie „Textile & Machinery“ bietet eine großflächige Piazza mit einem thematischen Schwerpunkt. Auf der Piazza „Materials & Nature“ in Halle 6 werden Echthölzer und Dekore zum Entdecken mit allen fünf Sinnen präsentiert. Im Vortragsbereich stellen Referenten Themen wie 3D-Druck, Lasertechnik in der Kantenverarbeitung, Dekor-Trendfarben oder Smart Materials vor.

alba Halbfertigfabrikate für Polstergestelle

Auf der Eventfläche in Halle 10.1, die das Segment „Textile & Machinery“ inszeniert, wird auf rund 4.500 Quadratmetern die textile Produktionsphase einer Autositz-Herstellung gezeigt – mit allen Maschinen, die dazugehören. Nicht zuletzt wird im Bereich „Function & Components“ speziell für Architekten und Designer die Piazza „innovation of interior“ gestaltet, die mit ihrer Lounge und der Sonderfläche „Smart Materials“ die Bedürfnisse dieser Besuchergruppe anspricht.

Klebe Lichtsysteme

Fotos: kölnmesse


Neues Messeformat für Technik und Design
DX in London

Technik und Design entwickeln sich mit rasanter Geschwindigkeit und dort, wo sie zusammentreffen, entsteht Zukunftsweisendes. So wie in London, wenn vom 19. bis zum 21. Mai das neue Messeformat DX an den Start geht. Im Rahmen der May Design Series treffen sich dort die neugierigsten Trend-Taktgeber der Interior- und Technologiebranche. Denn gerade diese beiden Disziplinen befruchten sich ideal und liefern so neue Gestaltungsansätze.

PAVOS ist eine der Neuheiten, die Schulte Design auf der DX in London zeigen wird

Flagge zeigt dort auch Schulte Design aus Krefeld. Die Designmanufaktur präsentiert die kürzlich auf der imm cologne 2013 erfolgreich vorgestellten Tisch-Neuheiten Globe, Pavos und Solid. Außerdem hat der Designer und Unternehmer Franz-Josef Schulte die Bank Gerrit im Messegepäck. Aus gutem Grund: Erst kürzlich hat Wallpaper die Massivholzbank mit dem begehrten Wallpaper Award in der Kategorie Domestic Design ausgezeichnet.

Bank Gerrit

Außer Schulte Design zählt auch Rolf Benz zur deutschen Delegation in der königlichen Hauptstadt. Internationale Brands wie Lignet Roset, Viaduct, Hitch Mylius und Deirdre Dyson stellen ebenfalls auf dem Event in ExCel, einem 2000 eröffneten Messegelände in den Royal Docks aus. Das ExCel-Gelände ist 400.000 qm groß und befindet sich am nördlichen Quai des Royal Victoria Dock.

Globe von Schulte Design

Die Organisatoren setzen große Hoffnungen in das neue Format und haben mit einem umfangreichen Rahmenprogramm mit hochkarätigen Seminaren und viel Design-Prominenz (u.a. Karim Rashid) die Weichen auf Erfolg gestellt.

Mehr Infos:


NWW auf der ICFF New York 2013

Der Premium-Möbelhersteller Neue Wiener Werkstätte präsentiert auf der ICFF New York ausgewählte Designer-Stücke im Rahmen der österreichischen Gruppenausstellung “Surprisingly Ingenious”: Lounge Chair “FX10” und “M3 Chair” von Designer Thomas Feichtner sowie die “Hockerbank” von Designerin Johanna Dehio. Und zeigt damit gelungene Verbindungen von traditionellem Handwerk und innovativem Design.

FX10 von Thomas Feichtner für die NWW

“Es ist besser, zehn Tage an einem Produkt zu arbeiten, als zehn Stück an einem Tag herzustellen. Genau darin sehen wir das Problem der heutigen Massenproduktion: Kreative Werte und Individualität des Produktes gehen verloren. Im Geiste der historischen Wiener Werkstätte versuchen wir dem entgegenzuwirken und gutes Handwerk mit gutem Design zu verbinden”, sagt Geschäftsführer und Teil der Unternehmerfamilie Stefan Polzhofer.

Der M3-Chair von Thomas Feichtner

Die Modelle FX10 und M3 Chair sind Entwürfe des vielfach ausgezeichneten, österreichischen Design-Staatspreisträgers Thomas Feichtner. Beide Möbel verbindet eine geometrische Formensprache als typische Handschrift des Designers. Entgegensetzt zum geschlossenen Körper des FX10, ist der M3-Chair dabei eine offene, freitragenden Konstruktion aus Holz.

Die Hockerbank von Johanna Dehio

Die Hockerbank der deutschen Designerin Johanna Dehio ist ein Gewinnerprojekt des NWW Design Award 2012. Das Produkt schärft den Blick für Ästhetik von situativ entstandenen Lösungen und vermittelt das Gefühl von Offenheit und Leichtigkeit.

Neue Wiener Werkstätte auf der ICFF New York von 18.-21. Mai 2013 The Jacob K. Javits Convention Center of New York 655 West 34th Street New York, NY 10001 Austrian Pavilion, Halle 1, Stand 1018.


Wie Unternehmen von Design profitieren

Der vierte European Design Business Dialogue (EDBD) findet heuer am Eröffnungswochenende des Designmonat Graz 2013 von 02. bis 04. Mai statt und geht erstmals im Wiener designforum und in der Alten Universität Graz über die Bühne. Die internationale Konferenz für Wirtschaft und Design wird von designaustria und der Creative Industries Styria veranstaltet und wartet mit namhaften VertreterInnen globaler Spitzenunternehmen auf. Darunter Airbus-Chefdesigner Paul Edwards, Kone- Art-Director Anne Stenros und Raymond Turner für den Sanitärausstatter Roca.

Eternit / Basso, Design: Thomas Feichtner

Ebenfalls am Podium zu sehen sind unter anderem Eternit-Design-Manager Stefan Berger, der Produktdesigner Thomas Feichtner sowie die Autoren des Buchs „Die Wutbürger“, Eugen M. Schulak und Rahim Taghizadegan. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen anschauliche Beispiele, wie Unternehmen und Organisationen vom richtigen Umgang mit Design profitieren.

Airbus A350 dome

„Auf europäischer Ebene wird Design heute als wesentlicher Faktor für wirtschaftlichen Erfolg anerkannt. Trotzdem herrscht nicht selten Unsicherheit, wie man Design erfolgreich im Betrieb verankert, sodass die Wahrnehmung über Styling hinausgeht“, sagt Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria. designaustria- Geschäftsführer Severin Filek ergänzt: „Wir möchten mit hochwertigen Vorträgen und Workshops EntscheidungsträgerInnen entsprechende Anregungen von internationalen ExpertInnen mitgeben.“

KONE / Nouveau Clamour

Rassen | Dogmen | Religionen - Vernissage im Stilwerk Wien

In seinem 2010 entstandenen Zyklus RASSEN | DOGMEN | RELIGIONEN zeigt C.F.J.König die unüberwindlich und gegensätzlich scheinende Problematik dieser Themenkomplexe auf. Die großen, auf zwanzig 1x1m Leinwänden dargestellten Köpfe von Menschen verschiedener Rassen und der Versuch, den fünf großen Weltreligionen ein Gesicht zu geben ist ihm ausnahmslos gelungen. Zu sehen sind diese Bilder in der "EDITION WERBACH - BILDER MIT FORMAT" im Design Tower Vienna. Die Vernissage findet am 11.4.2013 um 19 Uhr statt.

Bei näherer Betrachtung dieser Werke wird die Gegenüberstellung von Rassen und Religionen immer klarer und aussagekräftiger. Ein Gemälde mit einem Kind fällt aus der Rolle: Noch unbeeinflusst blickt es in sich ruhend offen und vorurteilsfrei in die Welt. Das verwendete Material der Reproduktionen ist Mirror - Dibond. Durch die Verkleinerung gegenüber dem Originalformat verdichten sich die Bilder und erhalten durch die spiegelnde Oberfläche einen eigenständigen Charakter. Wie im Alltagsleben verändert jede Neupositionierung des Betrachters das Erscheinungsbild des Sujets und reflektiert gleichzeitig die Umgebung. Die Edition hat eine Gesamtauflage von 333 Stück.

VERNISSAGE AM DONNERSTAG DEN 11.4.2013 UM 19.00 UHR EDITION WERBACH - BILDER MIT FORMAT Design Tower Vienna - stilwerk - EG - Showroom 04 1020 Wien, Praterstraße 1 - Tel. 06991 555 00 55

 

 

 


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